| LINZ (A) |
| LANDESTHEATER / KAMMERSPIELE |
| Schauspiel, Premiere 24.9.1991 |
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| Aischylos / Mathias Braun |
| ,,DIE PERSER " |
| Regie : Alfred Stögmüller |
Bühne und Kostüm : Edgar Schreiner |
| AZ/Tagblatt 26.9.1991 |
| NIE DEN FÜHRERN VERTRAUEN |
| ,,Die Perser" wurden 472 v.Ch. im Athener Dionysostheater uraufgeführt. In der |
| Aufführung der Linzer Kammerspiele hat es noch immer keinen Deut an Aktualität |
| verloren. In der Inszenierung von Alfred Stögmüller und der beklemmenden |
| Ausstattung von Edgar Schreiner wurde ein starker Oberösterreichbezug erkennbar. |
| Das Bühnenbild, eine endzeitliche Stimmung ausstrahlend, zeigt die |
| turmbewehrte Stadtmauer der persischen Stadt Susa. Die Ähnlichkeit mit dem |
| Eingangstor des ehemaligen Konzentrationslagers Mauthausen fällt sofort auf. |
| Volksblatt 26.9.1991 |
| VOM WAHNSINN DES KRIEGES |
| Dieser ist heute so aktuell wie vor 2500 Jahren als Aischylos unter dem |
| Eindruck der Schlacht von Salamis seine Tragödie ,,die Perser", die erste erhalten |
| gebliebene des Abendlandes, niederschrieb..... Im Bühnenbild von Edgar Schreiner ist |
| das Reich der Perser auf kleine Dimensionen zusammengeschrumpft. Nicht das große |
| Rund des antiken Theaters ist ihnen als Schauplatz zugewiesen, sondern ein Winkel |
| vor den Toren der Stadt, dort, wo die Kloake ins Meer rinnt. Noch stehen die |
| Stadtmauern, doch die Zeichen des beginnenden Verfalls sind schon |
| unübersehbar. Nichts ist zuviel in diesem düsteren Bühnenbild ........ |