| ST. GALLEN (CH) |
| STADTTHEATER |
| Schauspiel, Premiere 31.10.1992 |
![]() |
| George Tabori |
| ,,GOLDBERG-VARIATIONEN" |
| Regie : Andreas Vitasek |
Bühne : Edgar Schreiner |
Kostüm : Doris Hersmann |
| St. Gallener Tagblatt 2.11.1992 |
| DIE SCHÖPFUNG IST EINE LUSTIGE SACHE |
| Eine Wand. Grau mit einem schweren doppelflügeligem Tor und einigen |
| angedeuteten Rohren füllt sie den ganzen Bühnenraum. Diese Wand von Edgar |
| Schreiner, von Regisseur Andreas Vitasek intelligent als Klagemauer genutzt. Auch |
| wer Tabori nicht kennt, dem fällt unvermeidlich Auschwitz ein, das der Dichter den |
| kürzesten Judenwitz genannt hat. Die Goldberg-Variationen sind voller Pointen, |
| die Vitasek genüsslich auskostet, wenn z.B. Moses vom Berg Sinai zurückkehrt, |
| dem Volk von den 15 Geboten Christi zu erzählen beginnt, eine der drei |
| Gesetzestafeln berstend zu Boden fällt und Moses spricht ,,.... äh, hier überbringe |
| ich Euch die 10 Gebote Gottes". Ein hervorragend disponiertes Ensemble .... |