11. September 2024

9/11 MEMORIAL & MUSEUM – New York

New Yorks Phönix aus der Asche

NewsDAY

Das „National September 11 Memorial & Museum" befindet sich auf dem Gelände des World Trade Centers in Lower Manhattan. Die Gedenkzone liegt im Freien und ist kostenlos zu besichtigen. Das Museum liegt im Untergeschoss des Centers.

Zum National September 11 Memorial & Museum gehören die Memorial Plaza und das Memorial Museum. Die Memorial Plaza ist ein öffentlicher Platz mit Sumpf-Weißeichen, die den Memorial Glade einfassen, eine kleine Lichtung, die den Männern und Frauen der Rettungs- und Bergungsarbeiten gewidmet ist. Die zwei reflektierenden Pools mit Wasserfällen in den Grundrißausmaßen der ehemaligen Twin Towers sind die Hauptattraktion.

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Architektur

Das National 9/11 Memorial wurde vom Architekten Michael Arad und dem Landschaftsarchitekten Peter Walker entworfen. Der Eingangspavillon des Museums wurde vom Architekturbüro Snohetta und das unterirdische Museum vom Architekturbüro Davis Brody Bond entworfen.
Die Straßen, die das Memorial & Museum umgeben, bilden einen Schutzfilter vor dem Trubel der Stadt. Die kommerziellen Bauten des World Trade Centers türmen sich in die Höhe bis zur Spitze, dem One World Trade Center, als kollektive Ansammlung der Ehrerbietung gegenüber der heiligen Stätte im Inneren, die sich spiralförmig um die Lücke windet, die durch die Abwesenheit der Twin Towers entstanden ist. Das Memorial und das Museum sind in Ihrer Position in die Grundrissfläche der Twin Towers angeordnet. Daniel Libeskinds Masterplan für das gesamte Gelände ist in dieser Konzeption begründet.

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Nach dem 11. September 2001 vom Gelände des World Trade Centers geborgenes Feuerwehrauto der New Yorker Feuerwehr Ladder 3. Sammlung 9/11 Memorial Museum, mit freundlicher Genehmigung der Hafenbehörde von New York und New Jersey.

Ausstellung

Das 9/11 Memorial Museum lädt Besucher ein, mehr über die Geschichte der Anschläge vom 11.9.2001 und des Bombenanschlags auf das World Trade Center am 26.2.1993 an dem Ort zu erfahren, an dem einst die Twin Towers standen. Die dynamische Mischung aus Architektur, Archäologie, Brandresten, Fragmenten und Schicksale der Menschen schafft eine unvergessliche Begegnung mit der Geschichte des Anschlags, ihrer Folgen und der Menschen, die diese Ereignisse überlebt haben.

Mit interaktiver Technologie und anhand von Artefakten und Bildern wird in Hauptausstellungen, Sonderausstellungen und wechselnden Präsentationen auf den 10.000 Quadratmetern des Museums die Geschichte des 11.Septembers 2001 erzählt.
Die Ausstellung wurde vom New Yorker Architekturbüro Davis Brody Bond in Verbindung mit dem Architekturbüro Snohetta aus Oslo entwickelt und geplant.

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Die ständige Sammlung des 9/11 Memorial Museum ist ein beispielloser Schatz aus materiellen Beweisen, primären Zeugenaussagen und historischen Aufzeichnungen der Reaktionen auf den 26.Februar 1993 und den 11.September 2001 sowie den anhaltenden Nachwirkungen dieser Terroranschläge. Bis heute hat das Museum mehr als 74.000 Artefakte erworben, die das Schicksal von Opfern, Überlebenden und Helfern dokumentieren.

Die Konservatoren des 9/11 Memorial Museum tragen die besondere Verantwortung, Objekte zu erhalten, die erheblich beschädigt wurden und deren Bedeutung oft in der Beschädigung selbst liegt. So erfährt man von interaktiven Konservatoren über die besonderen Herausforderungen, mit so unterschiedlichen Materialien wie Kunstwerken, Textilien, handschriftlichen Notizen, monumentalen Einsatzfahrzeugen, Stahl des World Trade Centers, etc. zu arbeiten, die gemeinsam die Geschichte des 11. September erzählen.

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Diese Studie des Museumszuganges zeigt eindrucksvoll die Intention der Architekten, sich innerhalb der historischen Gevierte der zerstörten TwinTowers des WTC zu bewegen. Man spürt in der Realität auch tatsächlich den "former spirit" der Gebäude, natürlich auch wegen des fragmentarischen Einbaues von Relikten dieser "zerstörten" Architektur.

23. March 2024

TEMPIETTO LONGOBARDO – Cividale del Friuli

Ein verstecktes Architektur-Juwel aus der Zeit der Langobarden (568-774) in der historischen Stadt Cividale del Friuli in Norditalien.

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Der sogenannte Lombardische Tempel (bekannt als Oratorium von Santa Maria in Valle) befindet sich in Cividale del Friuli in der Provinz Udine. Er befindet sich im Inneren des Ursulinenklosters, das zuvor von den Benediktinern bewohnt war und von dessen Kreuzgang aus man durch eine alte Holztür Zugang hat.

Erbaut in der Mitte des 8.Jahrhunderts als Klosterkapelle, wo einst der Palast des Gastaldo, des Herrn der Stadt stand, es handelte sich also um eine sog. Pfalzkapelle. Die Initiative ging auf Astolfo, Herzog von Friaul und König der Langobarden von 749-756 zurück.

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Das Stuckrelief über dem Portal

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Über der Lünette der Tür befindet sich der interessanteste Teil der Wand, der Fries auf der oberen Ebene, der frei über die architektonischen Elemente des Gebäudes wie die Fenster gelegt wird. Hier gibt es sechs Relieffiguren von Heiligen aus Stuck, die außergewöhnlich gut erhalten sind. Ihre monumentalen Figuren erinnern an die klassisch byzantinischen Vorbilder, die entsprechend der lombardischen Kultur neu interpretiert wurden.

Die Lünette

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Die Lünette der Tür ist von ineinander verschlungenen Ranken mit Trauben eingerahmt. In der Mitte ist Christus zwischen den Erzengeln Michael und Gabriel dargestellt, während sich im gleichen Register ein Freskenband mit Märtyrern befindet. Über der Lünette des Portals befindet sich ein kunstvoller, durchbrochen gearbeiteter Rankenfries, eingerahmt von Rosetten, in denen sich Glasperlen finden.

Architektur

Die Kapelle ist als quadratischer Saal mit einem geräumigen Kreuzgewölbe angelegt, die mit einem unteren Presbyterium abschließt, das durch Säulenpaare in eine dreijochige Loggia mit parallelen  Tonnengewölben unterteilt ist. Auf der Westseite befand sich die antike Eingangsmauer und auf dieser Seite sind noch auffällige Reste einer außergewöhnlichen Stuck- Freskenverzierung zu sehen. Die Apsis war einst mit Mosaiken geschmückt, von denen heute jedoch keine Spur mehr vorhanden ist.

Der Zugang zum Tempietto erfolgt derzeit über den Eingang des ehemaligen Klosters und der Ausgang erfolgt über einen Fußweg mit Blick auf den Natisone. Die Kapelle besteht aus einem hohen, zentralen Volumen, das den Saal bildet, an dessen Rückwand sich das reich verzierte Fassadenportal befindet, das jetzt geschlossen ist und mit dem Kloster in Verbindung steht.

Hier befindet sich die hölzerne Chorempore aus dem 15. Jahrhundert, die derzeit renoviert wird und den Saal somit in seiner Grundsubstanz zeigt. Das Presbyterium ist durch vier Säulenpaare und zwei rechteckige Säulen unterteilt, die drei Räume mit Tonnengewölbe markieren, und vom Saal durch die Brüstung der Ikonostase getrennt. An den Seitenwänden blieb die Stuckverzierung unvollendet und war ursprünglich teilweise farbig. Die Kapelle ist mit einigen Freskenzyklen aus verschiedenen Epochen geschmückt. Einzelne Fragmente sind auch in der Sakristei erhalten.

3. January 2024

BUDAPEST – Ungarn

Budapest – die "unterschätzte" Schwester Wiens

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Gerade einmal 250km süd-östlich von Wien findet sich der „historische Zwilling“ zur österreichischen Hauptstadt.

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History
Budapests Geschichte beginnt um 89 n.Chr. mit der Gründung eines römischen Militärlagers in ehemals vom keltischen Stamm der Eravisker besiedeltem Gebiet. In der Folge entstand um das Lager die römische Siedlung Aquincum, die zwischen 106 und 296 Hauptstadt der Provinz Pannonia inferior war. Unter römischer Herrschaft prosperierte die Stadt, es lassen sich ein Statthalterpalast, mehrere Amphitheater und Bäder nachweisen, außerdem wurde die an der gefährdeten römischen Donaugrenze gelegene Stadt mit einer Mauer versehen. Ab 1446 griffen die Osmanen immer wieder Ungarn an, was in der Besetzung des größten Teils des Landes gipfelte. So fiel Pest 1526 und das durch die Burg etwas geschützte Buda 15 Jahre später. Die Hauptstadt des noch unbesetzten Ungarns, das fast nur noch aus Oberungarn (im Wesentlichen das Gebiet der heutigen Slowakei) bestand, wurde von 1536 bis 1784 Preßburg (Bratislava). Während Buda (Ofen) zum Sitz eines türkischen Paschas wurde, fand Pest kaum mehr Beachtung und verlor einen großen Teil seiner Einwohner.

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Historisch Ofen-Pesth, ist die Hauptstadt und zugleich größte Stadt Ungarns. Mit knapp 1,7 Millionen Einwohnern ist Budapest die neuntgrößte Stadt der Europäischen Union und die fünftgrößte Stadt Mitteleuropas (nach Berlin, Wien, Hamburg und Warschau). Laut dem britischen Marktforschungsunternehmen Euromonitor International gehört sie zu den zwanzig am häufigsten von Touristen besuchten Städten Europas. Die Einheitsgemeinde Budapest entstand 1873 durch die Zusammenlegung der zuvor selbstständigen Städte Buda (Ofen), Óbuda (Alt-Ofen), beide westlich der Donau, und Pest östlich der Donau. Der Name Budapest selbst tauchte zuvor nicht auf, üblich im Sprachgebrauch war Pest-Buda. Das Donauufer, das Burgviertel und die Andrássy-Straße gehören heute zum UNESCO-Welterbe.

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4. September 2023

ROYAL ONTARIO MUSEUM – Toronto

Daniel Libeskind und seine Struktur aus organisch ineinandergreifenden, prismatischen Formen.

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Das Royal Ontario Museum (ROM), jetzt Michael Lee-Chin Crystal genannt, befindet sich an einer der prominentesten Kreuzungen in der Innenstadt von Toronto. Es ist das größte Museum in Kanada.

Sein neuer Name leitet sich von den fünf sich überschneidenden metallverkleideten Volumen des Gebäudes ab, die an Kristalle erinnern – inspiriert von den kristallinen Formen in den Mineralogie-Galerien des ROM.

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The Challenge of building a crystal

The Crystal stellte beim Bau eine einzigartige Herausforderung dar und gehörte zu den kompliziertesten Bauprojekten in Nordamerika. Es gibt keine rechten Winkel und nur eine vertikale Wand in der Struktur – die fünf Kristalle sind als ineinandergreifende, selbsttragende Strukturen konzipiert. Die Designteams und Generalunternehmer entwickelten innovative Strategien mit bestehenden Technologien, um den Bau zu regulieren.

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Architekt Daniel Libeskind schuf eine Struktur aus organisch ineinandergreifenden prismatischen Formen, die diese wichtige Ecke von Toronto und den gesamten Museumskomplex in ein reflektierendes Leuchtfeuer verwandeln. Das Design schafft es, von seinen Innenbrücken und von der Straße aus Einblicke nach oben, unten und in Galerien einzuladen. Das große Eingangsatrium, der Gloria Hyacinth Chen Court, trennt das alte historische Gebäude vom neuen und bietet einen nahezu vollständigen Blick auf die restaurierten Fassaden der historischen Gebäude.

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Das Gebäude wurde eindeutig entworfen, um den Besuchern maximale Freude zu bereiten, um ein eigenständiges Artefakt zu sein, nicht nur ein Behälter, die ‚Black Box‘, von der die Kuratoren viel zu lange besessen waren.

Thank you ... Daniel ... dzięki

4. June 2023

WEISSER TEMPEL – Chiang Rai

Ein Wintermärchen – im tropischen Klima Thailands

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Chiang Rai ist eine Stadt im Norden Thailands in der gleichnamigen bergigen Provinz. Die Stadt liegt in der Nähe der Grenze zu Laos und Myanmar und beherbergt eine außergewöhnliche, private Tempelanlage

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Entstehung
Wat Rong Khun, der weiße Tempel – ein privates Bauwerk im Stil einer Tempelanlage – ist seit 1997 im Entstehen, verbindet mehrere südostasiatische Baustile und ist stetig weiterwachsend. Die weiße Farbe ist ungewöhnlich, ist in Thailand jedoch die traditionelle Farbe der Trauer.

Die Brücke – im oberen Bild - symbolisiert den Übergang vom Zyklus der Wiedergeburt zum Raum Buddhas. Der kleine Halbkreis davor steht für die Welt des Menschen. Der große Kreis mit Fangzähnen steht für den Mund des Mara (Buddhismus), die Herausforderungen des Lebens auf der Erde. Dem historisch interessierten Besucher wird hier die Analogie zu Darstellungen von Dantes „Inferno“ auffallen.

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History
Die Ursprünge der Tempelanlage reichen ins 18. Jhdt. zurück. Die vorangegangene Struktur des Wat Rong Khun Tempels lag Ende des 20. Jahrhunderts in Trümmern und war eine halb verfallene Ruine, als die thailändische Regierung in den 80er Jahren des vergangenen Jahrhunderts beschloss die Tempelanlage zu restaurieren, fehlende Mittel bedingten jedoch nach kurzer Bauzeit die Einstellung der Arbeiten und der Tempel lag wie eine offene Wunde in Chang Rai, dem kleinen Ort im Norden Thailands, in der Nähe zur Grenze nach Laos.

Ortsangabe
Wat Rong Khun White Temple,
Pa O Don Chai, Amphoe Muang Chiang Rai
Chiang Rai 57000, Thailand


Architektur
Ein thailändischer Architekt und Künstler entdeckte die Tempelruine und beschloss - auf eigene Kosten und nach seinen ganz eigenen, ungewöhnlichen Vorstellungen – die Anlage wieder zum Leben zu erwecken. 1997 begannen er  und ein Team von 120 Freiwilligen, darunter Bauarbeiter, Architekten und Künstler, mit den Bauarbeiten. Er wurde kürzlich mit den Worten zitiert, dass er wohl in diesem Leben nicht mehr damit fertig werden würde.

Sein Name: Chalermchai Kositpipat Die alte Tempelanlage wurde komplett abgerissen und der Neuaufbau begann. Dabei wählte Kositpipat eine sehr ungewöhnliche Farbgebung, als er sich für Weiß entschied, er sieht darin die Reinheit Buddhas und in den Glassplittern Buddhas Weisheit - und in seinem schweißtreibenden Einsatz einen Dienst an Buddha. Nachdem im Mai 2014 die Region von einem schweren Erdbeben getroffen wurde, kam es zu erheblichen Schäden am Tempel. Nach einer kurzen Pause konnten die Arbeiten jedoch wieder aufgenommen werden und es entstanden nebst dem Tempel-Hauptgebäude zahlreiche kleine Objekte, Gedenkstelen und manieristische Skulpturen.

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16. May 2023

MUSÉE DES CONFLUENCES – Lyon

Coop Himmelb(l)au und der puristische Dekonstruktivismus, Lyon, Frankreich

Bild: ATS

Das Musée des Confluences ist ein Museum in Lyon, in welchem globales Wissen mit dem Schwerpunkt Naturwissenschaften vermittelt wird. Die Anlage wurde unter weltweitem Interesse wegen seiner außergewöhnlichen Architektur im Dezember 2014 eröffnet.

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Bild: ATS

Architektur

Der Name des Museums leitet sich von seiner Lage ab, nämlich gelegen am Zusammenfluss der Flüsse Rhone undSaone, dicht an der Lyoner Stadtautobahn. Das Gebäude wurde von der Wiener Architektengruppe Coop Himmelb(l)au entworfen, die sich in einem Architektenwettbewerb im Februar 2001 gegen starke Konkurrenz, unter anderem Steven Holl durchgesetzt hatte. Die Planungs- und Bauzeit betrug insgesamt 14 Jahre und dauerte somit um ein Jahrzehnt (!) länger als geplant.

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Bild: ATS

Das Gebäude misst 190 Meter in der Länge, 90 Meter in der Breite und gut 40 Meter in der Höhe. Im wuchtigen Betonsockel befinden sich Nebenräume und Auditorien, das gläserne Foyer darüber ist die Eintrittshalle für die Besucher. Daran schließen sich drei Stockwerke mit fensterlosen Ausstellungsräumen an, in denen Platz für drei Dauerausstellungen und sechs Wechselausstellungen ist, dazu kommen mehrere Ateliers.

Bild: ATS

Besonderheiten

Die ursprünglich auf 60 Millionen Euro veranschlagten Kosten wurden mit annähernd 300 Millionen Euro um ein Vielfaches überschritten. Die Gründe hierfür liegen nicht auf Seiten der Architekten, sondern bei den Bauherren. Im Vorfeld gab es kaum Kostenkalkulationen, die Kosten für die Baugrunduntersuchung waren in der anfänglichen Kalkulation ebenso wenig enthalten wie Sonderwünsche und die Anforderungen der Versicherungsgesellschaften an die Sicherheit des Gebäudes. Erhebliche Kostenfaktoren waren unter anderem die aufwändige Montage von 17.000 ungleich großen INOX-Platten und der Aufwand für die Stabilisierung des Geländes.

Wolf D. Prix' außergewöhnliche Architektursprache, deren Form und Ausprägung in ihren Grundzügen beinahe ein wenig an das Phaeno von Zaha Hadid in Wolfsburg erinnert, besticht durch die Verwendung von sehr wenigen Basics (z.B. Stahl, Glas, Beton und INOX-Platten); aber verzaubert und fasziniert durch das Topping mit dem wichtigsten Bauelement des Dekonstruktivismus: dem Durchbruch von Licht und Raum in neue Dimensionen.

20. February 2023

ICEFJORD CENTER ILULISSAT – Grönland

Dorte Mandrups kurvenreiches Besucherzentrum auf Grönland

Bild: Mir

Das Zentrum in Grönlands Gletscherlandschaft trägt eine Hauptrolle in der touristischen Entwicklung Grönlands und als globales Portal zum Verständnis des Eisfjords bei.

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Bild: Mir

Dorte Mandrup

"Das Icefjord Center bietet einen Zufluchtsort in der dramatischen Landschaft und möchte ein natürlicher Treffpunkt werden, von dem aus die unendlichen Weiten der arktischen Natur erlebt werden und ohne menschlichen Maßstab der Übergang zwischen hell und dunkel, die Mitternachtssonne und die tanzenden Lichter des Norden am Himmel beobachtet werden können."

Bild: A.Mork

Architektur

Der Entwurf des dänischen Architekturbüros „dorte mandrup arkitekter“ war Gewinner eines internationalen Wettbewerbs. Ein sehr poetisches und visionäres Projekt mit einer architektonischen Einheit, die die Gesamtvision der Umgebung wunderbar untermauert. Die Gebäudeskulptur fügt sich nahtlos in die spektakuläre Naturlandschaft ein.

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Bild: Mir

Als natürliche Erweiterung der unberührten Landschaft geschaffen, weist der Raum mit zwei Funktionen ein Dach auf, das von einem sanft geneigt - geschwungenen Holzsteg bedeckt ist, der zum Ausgangspunkt für den Welterbepfad wird und gleichzeitig als Plattform, als Sammel- und Aussichtspunkt dient. Die Struktur wird durch ihre verdrehte Form definiert, die einem Flügel ähnelt, der sich über die Landschaft erstreckt. Mit der offenen Fassade erzeugt dies einen Dialog zwischen der Ausstellung im Inneren und dem Landschaftskontext. Das als Fachwerk ausgebildete Holzgerüst überbrückt die zerklüftete Landschaft und wölbt sich über den Rand des Sermermiut-Tals. Das Panorama bietet einen ungestörten Blick auf das Tal und den Eisfjord.

Bild: A.Mork

Das Gebäude mit 1500m2 besteht aus Stahl, Holz und Glas, wobei die tragende Struktur durch 52 Stahlrahmen entsteht. Jeder Stahlrahmen hat eine einzigartige geometrische Form, die zusammen die charakteristische gebogene Objektstruktur ergibt. Fußböden, Dach, die Außenterrassen und das Deck sowie ein Großteil der Innenflächen sind aus europäischer Eiche, die im arktischen Klima ausreichend widerstandsfähig und langlebig ist. 

Da sich das Zentrum „Icefjord“ in der Arktis befindet, wo sehr niedrige Temperaturen auftreten, war die Beheizung eine zentrale Überlegung im Bauprozess. Das Gebäude ist hervorragend isoliert und wird CO2-neutral mit grüner Energie aus dem Wasserkraftwerk Ilulissat beheizt. 

Tourismus

Bild: Mir

Die Topdestination auf Grönland am Ilulissat Eisfjord gelegen, Kangiata Illorsua – das Icefjord Centre. Have a look … a must visit

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19. November 2022

BIOGENA GOOD HEALTH WORLD – Salzburg

Architekturstatement und Produktionswerk – vor den Toren Salzburgs.

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Die Biogena Good Health World zeigt, dass man unternehmerisches Handeln und Nachhaltigkeit gut verbinden kann. Design meets Effizienz – Nahrungsergänzungsmittel getting cool

Biogena

Architektur

Die Architekten gestalten ein spannendes, in die Landschaft hineingeschwungenes Objekt mit homogen-perforierter Fassade, Brückensteg und eingebundenem Seminar- und Office-Trakt. Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein widerspiegeln sich in der Wahl der sichtbaren Architekturelemente. Die Parkplätze sind wasserdurchlässig, versiegeln also die Grundflächen nicht, Photovoltaik und begrüntes Dach sind weitere Eckdaten der Umweltfreundlichkeit und nachhaltigen Energiegewinnung.

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Kunst

Fassadengestaltung sowie Objekte in den Freiflächen zeugen von der Kunstsinnigkeit der Eigentümer von Biogena. Abgerundet wird der innovative Gebäudekomplex mit einer inspirierenden Kunstgalerie und einem Skulpturenpark.

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In der Biogena Good Health World werden nicht nur Gesundheitsprodukte hergestellt, es wird auch Wissen rund um Gesundheit und Wohlbefinden vermittelt. In der Schauproduktion gewinnen die Besucherinnen und Besucher interessante Einblicke in die Herstellung der wissenschaftsbasierten Biogena-Produkte. Im Präsentationsgebäude wird eine Besucherzone mit Bistro und Biogena-Store eingerichtet.

Ein inspirierender Ort rund um Gesundheit, Wissensvermittlung und Ästhetik mit einem hohen Anteil an Erlebniselementen …

28. July 2022

BASILIKA TA’ PINU – Gozo

Der berühmteste Wallfahrtsort für Malteser in Europa, Gozo / Malta

visitgozo.com

Ta‘ Pinu ist ein maltesisches Nationalheiligtum, eine römisch-katholische „kleine Basilika“, etwa 700m vom Dorf Gharb entfernt und liegt auf der Insel Gozo, der kleinen Schwesterinsel Maltas.

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Die in 10-jähriger Bauzeit ab Mai 1922, auf Initiative des Kirchenvorstehers Monsignore Ġużepp Portelli errichtete Kirche im neoromanischen Stil beinhaltet im Innenraum 6 Mosaike, eine Vielzahl von bunten Fenstern und zahlreiche Votivgaben. Der Glockenturm hat eine Höhe von 61 Metern.

EasyViaggio

Die Ursprünge des Heiligtums "Unserer Lieben Frau von Ta' Pinu" sind unbekannt. Es wurde erstmals in den Archiven der Kurie in Gozo aufgezeichnet, als Bischof Domenico Cubelles der Kapelle einen Besuch abstattete. Dieser vermerkte, dass die Kapelle gerade wieder aufgebaut worden war und der Adelsfamilie „The Gentile“ gehörte.

1575 wurde der apostolische Visitator Pietro Dusina von Papst Gregor XIII. zu einem Besuch der maltesischen Inseln delegiert. Bei seinem Pastoralbesuch in der Kirche stellte er fest, dass sie in einem sehr schlechten Zustand war und befahl, die Kirche zu schließen und abzureißen und ihre Aufgaben auf die Pfarrkirche zu übertragen, die Kathedrale der Himmelfahrt der Heiligen Jungfrau Maria von Gozo. Der Verantwortliche für den Abriss brach sich jedoch beim ersten Hammerschlag auf die Wand den Arm!

Der Vorfall wurde als Vorzeichen gewertet und somit wurde beschlossen, die Arbeiten einzustellen.

Baugeschichte der Kathedralen auf Malta und Gozo

Papst Pius XI. erteilte am 24. Mai 1935 ein päpstliches Krönungsdekret „Marianum exstat Sanctuarium“ für sein verehrtes Marienbild, die selige Jungfrau von Ta' Pinu. Der Erzbischof von Tarsus, Kardinal Alexis Lépicier unterzeichnete und beglaubigte das Dekret über die Heilige Kongregation der Riten. Die Krönung des Bildes fand am 20. Juni 1935 statt.

Das Innere

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Viele glauben, dass die Gebete, die in der Kapelle gesprochen wurden, Gozo vor der Pest gerettet haben, die Malta zu damaliger heftig Zeit heimsuchte. Die Ortsansässigen haben daher entschieden, zu Ehren der gesegneten Jungfrau eine größere und herrlichere Kirche an dieser Stelle zu bauen. Geld wurde von allen Gozitanern gesammelt, hauptsächlich im Ausland.

Die Originalkapelle aus dem 16.Jahrhundert wurde vollumfänglich in die neue Kirche integriert.

18. March 2022

MUSEUM DER ZUKUNFT – Dubai

Eine Reise in die Zukunft, in das Jahr 2071 – Dubai, Vereinigte Arabische Emirate

ubm

Das ovale, futuristische Objekt, mehr Skulptur als Gebäude, ist einem gelandeten Raumschiff aus den Filmen von Ridley Scott nicht unähnlich und in der Skyline von Dubai ein unglaublicher und besonderer Blickfang.

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Presseportal de

Architektur

Der Hauptkomplex erinnert in seiner Form an ein Auge, durch welches die Besucher sinnbildlich einen Blick in die Zukunft wagen können. Die sieben Etagen des „Spaceships“ sind von einer einzigartigen Edelstahlfassade umhüllt. Von außen beeindruckt das Gebäude mit arabischen Kalligrafien, die Zitate des Herrschers von Dubai, Scheich Mohammed bin Rashid al Maktoum wiedergeben. Die Buchstaben nehmen nicht nur eine poetische, ästhetische und künstlerische Rolle ein, als Fenster haben sie auch eine praktische Funktion.
Das landesansässige Architekturbüro Killa Design entwarf einen grünen Hügel mit einer Skulptur ähnlich einem asymmetrischen Ring mit einer Fassade aus Stahl und Glas in Form einer „Dupinschen Ring-Zyklide“. Der bepflanzte Hügel soll die langlebig verwurzelte Erde darstellen. Die etwa 17.000 m² große Ringfassade, bestehend aus 1024 einzelnen Elementen, ist übersäht von arabischer Kalligrafie. Das Gebäude mit einer Gesamthöhe von 77 Metern beherbergt 30.000 m² Fläche, verteilt auf 7 Etagen und ist ohne jegliche Stützpfeiler konzipiert. Die Kosten für den Bau beliefen sich auf ca. € 177 Mio.

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Fassadenstruktur

Der emiratische Künstler Mattar bin Lahej zeichnet für 14.000 Meter arabischer Kalligrafie auf der Fassade verantwortlich, welche dem Gebäude als Fenster dienen. Sie zeigen Zitate in denen Scheich Mohammed bin Rashid Al Maktoum die Zukunft beschreibt. Auszüge davon sind: „Wir leben vielleicht nicht Hunderte von Jahren, aber die Produkte unserer Kreativität können noch lange nach unserem Tode ein Vermächtnis hinterlassen“ und „Die Zukunft gehört denen, die sie sich vorstellen, gestalten und ausführen können“.

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Khaleej Times

Ausstellung

Im Inneren des ikonischen Gebäudes erwartet Sie eine immersive Ausstellung, die alle Sinne anspricht und neue Maßstäbe für sämtliche Museen setzt. Neueste Entwicklungen in Technik, Wissenschaft und Gesellschaft, ehrgeizige und innovative Projekte von Talenten, Erfindern und Kreativschaffenden werden eindrucksvoll vorgestellt. Darüber hinaus gehen die Ausstellungen der Frage nach, wie den großen Herausforderungen für die Menschheit – wie z.B. Klimawandel – in Zukunft begegnet werden kann. In multisensorischen Ausstellungen erforscht man u.a. die DNA von 2400 Pflanzen und Tieren oder man findet sich in „The Oasis“ wieder, wo die physische und psychische Gesundheit der Menschen in Themenbereichen faszinierend beobachtet und bearbeitet werden kann.
Die BesucherInnen werden von der virtuellen Figur „Aya“ durch den gesamten Ausstellungskomplex geführt. Sie hilft beim Auffinden von Themen und erteilt Anleitung bei der Bedienung der unzähligen Medientools.

Ein beindruckendes Spiel von „Innen & Außen“ ist die kalligrafische Fassadenhülle. Sie spiegelt sich im Inneren wider und verleiht der gewölbten Raumstruktur Transparenz, Durchdringung und eine eigene Bedeutung. Das Gebäude selbst wird zum Ausstellungsthema …

31. January 2022

GRAND EGYPTIAN MUSEUM – Kairo

Weltgrößtes Archäologiemuseum in Kairo – Gizeh, Ägypten

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Gerade einmal 1,5km von den großen Pyramiden entfernt baut Ägypten an seiner Zukunft, die unmittelbar mit seiner glorreichen Vergangenheit verbunden ist:
Das Grand Egyptian Museum (GEM)

Animation hparc

Architektur

Ein Entwurf des irischen Architekturbüros heneghan peng architects, das sich in einem Wettbewerb gegen 1576 Konkurrenten aus 83 Ländern durchgesetzt hat. Baukosten: rund eine Milliarde US-Dollar, Baubeginn war im März 2012 und die Eröffnung wird voraussichtlich 2022 stattfinden. Auf einem 50 Hektar großen Gelände wird das weltgrößte Museum ägyptischer Kunst und Kultur entstehen. Eines der Hauptmerkmale des Museums ist die halbtransparente Steinmauer aus Alabaster, welche die vordere Fassade des Gebäudes bildet und sich in unterschiedliche Ebenen und Winkel strukturiert.

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Animation hparc

Der von den Dubliner Architekten konzipierte Gebäudekomplex liegt in Sichtnähe zu den Pyramiden von Gizeh. Die Fassade aus Glas und Stein erstreckt sich über eine Länge von nahezu einem Kilometer und ist von den Pyramiden inspiriert. Sie wirkt selbst wie ein riesiges Pharaonengrab – wenn auch wie ein futuristisches. Teile der Anlage sind mittlerweile längst fertiggestellt. Im Conservation Center, das als eine der modernsten Restaurierungswerkstätten der Welt gilt, bemühen sich Spezialisten bereits seit Jahren darum, Exponate und Mumien in Bestzustand zu bringen. Daraus erklärt sich auch die seltsame „Auslichtung von Exponaten“ in den anderen Kairoer Museen, da man im neuen „GEM“ an die 150.000 Objekte ausstellen wird.

Conservation Center

Derzeit ist das „GEM“ zu 95% fertig gestellt. Bis jetzt wurden insgesamt 55.137 Artefakte und Objekte aus verschiedenen ägyptischen Museen und archäologischen Stätten in die Räumlichkeiten des „GEM“ transportiert.

Ausstellung

Auf 40.000 Quadratmetern reiner Ausstellungsfläche werden siebentausend Jahre ägyptischer Geschichte chronologisch erlebbar und begreifbar gemacht. Eine Zeitreise zwischen winzigen und riesigen Exponaten, durch lichtdurchflutete Räume mit bis zu 17 Meter hohen Decken und annähernd 200 Meter Länge. Atelier Brückner Stuttgart trägt federführend die Verantwortung für das Design und Gestaltung.

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Die Statue Ramses II., 82 Tonnen Stein und 11m hoch ist schon an ihrem endgültigen Ausstellungsplatz ….

Aus kuratorischer Sicht wird das Highlight die „Tutanchamun-Sammlung“ mit der einzigartigen Totenmaske sein. Hierzu wird eine 7500 Quadratmeter große Tut-Galerie erbaut. Dort wird es auch ein begehbares 1:1-Modell der Grabkammer aus dem Tal der Könige geben – mit originalen Exponaten und von einer aufwändigen Medieninstallation begleitet .

18. December 2021

SISI KAPELLE – Wien

Sisi Kapelle "am Himmel"
Himmelstraße 125, 1190 Wien-Döbling

Errichtet von Baron Johann Carl Freiherr von Sothen (1823-1881), österreichischer Großhändler und Bankier.

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Geschichte:
Anlässlich der Vermählung des Kaiserpaares Elisabeth und Franz Joseph I. am 24. April 1854 wurde bis 1856 dieses erste, neugotische Gebäude Wiens von Baron Johann Carl Freiherr von Sothen nach den Plänen des Architekten Johann A. Garben und durch den Baumeister Josef Kastan errichtet. Sothen, der 1881 eines gewaltsamen Todes stirbt, findet hier auch seine letzte Ruhe, ebenso seine Gemahlin Franziska Freiin von Sothen, die ihm 1903 zur Seite bestattet wird.

Im Jahr 1975 rettet ein Bescheid des Bundesdenkmalamtes den Bau vor dem drohenden Abriss. Vandalismus und Zeit führten zur fast gänzlichen Zerstörung der Kapelle. Eingang und Fenster werden als erste Sicherheitsmaßnahme vermauert. Mehrere Rettungsversuche scheitern am notwendigen Geld.

2004-05 wird die Kapelle von Grund auf saniert und am 8.Juli 2006 in neuer Konzeption mit der Auftragskomposition „Kryptomnesie“ von O.M. Zykan und einer märchenhaften Lichtinszenierung durch Bürgermeister Michael Häupl und Landeshauptmann Erwin Pröll feierlich wiedereröffnet.

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