28. July 2022

BASILIKA TA’ PINU

Der berühmteste Wallfahrtsort für Malteser in Europa, Gozo / Malta

visitgozo.com

Ta‘ Pinu ist ein maltesisches Nationalheiligtum, eine römisch-katholische „kleine Basilika“, etwa 700m vom Dorf Gharb entfernt und liegt auf der Insel Gozo, der kleinen Schwesterinsel Maltas.

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Die in 10-jähriger Bauzeit ab Mai 1922, auf Initiative des Kirchenvorstehers Monsignore Ġużepp Portelli errichtete Kirche im neoromanischen Stil beinhaltet im Innenraum 6 Mosaike, eine Vielzahl von bunten Fenstern und zahlreiche Votivgaben. Der Glockenturm hat eine Höhe von 61 Metern.

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Die Ursprünge des Heiligtums "Unserer Lieben Frau von Ta' Pinu" sind unbekannt. Es wurde erstmals in den Archiven der Kurie in Gozo aufgezeichnet, als Bischof Domenico Cubelles der Kapelle einen Besuch abstattete. Dieser vermerkte, dass die Kapelle gerade wieder aufgebaut worden war und der Adelsfamilie „The Gentile“ gehörte.

1575 wurde der apostolische Visitator Pietro Dusina von Papst Gregor XIII. zu einem Besuch der maltesischen Inseln delegiert. Bei seinem Pastoralbesuch in der Kirche stellte er fest, dass sie in einem sehr schlechten Zustand war und befahl, die Kirche zu schließen und abzureißen und ihre Aufgaben auf die Pfarrkirche zu übertragen, die Kathedrale der Himmelfahrt der Heiligen Jungfrau Maria von Gozo. Der Verantwortliche für den Abriss brach sich jedoch beim ersten Hammerschlag auf die Wand den Arm!

Der Vorfall wurde als Vorzeichen gewertet und somit wurde beschlossen, die Arbeiten einzustellen.

Baugeschichte der Kathedralen auf Malta und Gozo

Papst Pius XI. erteilte am 24. Mai 1935 ein päpstliches Krönungsdekret „Marianum exstat Sanctuarium“ für sein verehrtes Marienbild, die selige Jungfrau von Ta' Pinu. Der Erzbischof von Tarsus, Kardinal Alexis Lépicier unterzeichnete und beglaubigte das Dekret über die Heilige Kongregation der Riten. Die Krönung des Bildes fand am 20. Juni 1935 statt.

Das Innere

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Viele glauben, dass die Gebete, die in der Kapelle gesprochen wurden, Gozo vor der Pest gerettet haben, die Malta zu damaliger heftig Zeit heimsuchte. Die Ortsansässigen haben daher entschieden, zu Ehren der gesegneten Jungfrau eine größere und herrlichere Kirche an dieser Stelle zu bauen. Geld wurde von allen Gozitanern gesammelt, hauptsächlich im Ausland.

Die Originalkapelle aus dem 16.Jahrhundert wurde vollumfänglich in die neue Kirche integriert.

18. March 2022

MUSEUM DER ZUKUNFT – DUBAI

Eine Reise in die Zukunft, in das Jahr 2071 – Dubai, Vereinigte Arabische Emirate

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Das ovale, futuristische Objekt, mehr Skulptur als Gebäude, ist einem gelandeten Raumschiff aus den Filmen von Ridley Scott nicht unähnlich und in der Skyline von Dubai ein unglaublicher und besonderer Blickfang.

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Architektur

Der Hauptkomplex erinnert in seiner Form an ein Auge, durch welches die Besucher sinnbildlich einen Blick in die Zukunft wagen können. Die sieben Etagen des „Spaceships“ sind von einer einzigartigen Edelstahlfassade umhüllt. Von außen beeindruckt das Gebäude mit arabischen Kalligrafien, die Zitate des Herrschers von Dubai, Scheich Mohammed bin Rashid al Maktoum wiedergeben. Die Buchstaben nehmen nicht nur eine poetische, ästhetische und künstlerische Rolle ein, als Fenster haben sie auch eine praktische Funktion.
Das landesansässige Architekturbüro Killa Design entwarf einen grünen Hügel mit einer Skulptur ähnlich einem asymmetrischen Ring mit einer Fassade aus Stahl und Glas in Form einer „Dupinschen Ring-Zyklide“. Der bepflanzte Hügel soll die langlebig verwurzelte Erde darstellen. Die etwa 17.000 m² große Ringfassade, bestehend aus 1024 einzelnen Elementen, ist übersäht von arabischer Kalligrafie. Das Gebäude mit einer Gesamthöhe von 77 Metern beherbergt 30.000 m² Fläche, verteilt auf 7 Etagen und ist ohne jegliche Stützpfeiler konzipiert. Die Kosten für den Bau beliefen sich auf ca. € 177 Mio.

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Fassadenstruktur

Der emiratische Künstler Mattar bin Lahej zeichnet für 14.000 Meter arabischer Kalligrafie auf der Fassade verantwortlich, welche dem Gebäude als Fenster dienen. Sie zeigen Zitate in denen Scheich Mohammed bin Rashid Al Maktoum die Zukunft beschreibt. Auszüge davon sind: „Wir leben vielleicht nicht Hunderte von Jahren, aber die Produkte unserer Kreativität können noch lange nach unserem Tode ein Vermächtnis hinterlassen“ und „Die Zukunft gehört denen, die sie sich vorstellen, gestalten und ausführen können“.

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Khaleej Times

Ausstellung

Im Inneren des ikonischen Gebäudes erwartet Sie eine immersive Ausstellung, die alle Sinne anspricht und neue Maßstäbe für sämtliche Museen setzt. Neueste Entwicklungen in Technik, Wissenschaft und Gesellschaft, ehrgeizige und innovative Projekte von Talenten, Erfindern und Kreativschaffenden werden eindrucksvoll vorgestellt. Darüber hinaus gehen die Ausstellungen der Frage nach, wie den großen Herausforderungen für die Menschheit – wie z.B. Klimawandel – in Zukunft begegnet werden kann. In multisensorischen Ausstellungen erforscht man u.a. die DNA von 2400 Pflanzen und Tieren oder man findet sich in „The Oasis“ wieder, wo die physische und psychische Gesundheit der Menschen in Themenbereichen faszinierend beobachtet und bearbeitet werden kann.
Die BesucherInnen werden von der virtuellen Figur „Aya“ durch den gesamten Ausstellungskomplex geführt. Sie hilft beim Auffinden von Themen und erteilt Anleitung bei der Bedienung der unzähligen Medientools.

Ein beindruckendes Spiel von „Innen & Außen“ ist die kalligrafische Fassadenhülle. Sie spiegelt sich im Inneren wider und verleiht der gewölbten Raumstruktur Transparenz, Durchdringung und eine eigene Bedeutung. Das Gebäude selbst wird zum Ausstellungsthema …

31. January 2022

GRAND EGYPTIAN MUSEUM

Weltgrößtes Archäologiemuseum in Kairo – Gizeh, Ägypten

Animation hparc

Gerade einmal 1,5km von den großen Pyramiden entfernt baut Ägypten an seiner Zukunft, die unmittelbar mit seiner glorreichen Vergangenheit verbunden ist:
Das Grand Egyptian Museum (GEM)

Animation hparc

Architektur

Ein Entwurf des irischen Architekturbüros heneghan peng architects, das sich in einem Wettbewerb gegen 1576 Konkurrenten aus 83 Ländern durchgesetzt hat. Baukosten: rund eine Milliarde US-Dollar, Baubeginn war im März 2012 und die Eröffnung wird voraussichtlich 2022 stattfinden. Auf einem 50 Hektar großen Gelände wird das weltgrößte Museum ägyptischer Kunst und Kultur entstehen. Eines der Hauptmerkmale des Museums ist die halbtransparente Steinmauer aus Alabaster, welche die vordere Fassade des Gebäudes bildet und sich in unterschiedliche Ebenen und Winkel strukturiert.

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Animation hparc

Der von den Dubliner Architekten konzipierte Gebäudekomplex liegt in Sichtnähe zu den Pyramiden von Gizeh. Die Fassade aus Glas und Stein erstreckt sich über eine Länge von nahezu einem Kilometer und ist von den Pyramiden inspiriert. Sie wirkt selbst wie ein riesiges Pharaonengrab – wenn auch wie ein futuristisches. Teile der Anlage sind mittlerweile längst fertiggestellt. Im Conservation Center, das als eine der modernsten Restaurierungswerkstätten der Welt gilt, bemühen sich Spezialisten bereits seit Jahren darum, Exponate und Mumien in Bestzustand zu bringen. Daraus erklärt sich auch die seltsame „Auslichtung von Exponaten“ in den anderen Kairoer Museen, da man im neuen „GEM“ an die 150.000 Objekte ausstellen wird.

Conservation Center

Derzeit ist das „GEM“ zu 95% fertig gestellt. Bis jetzt wurden insgesamt 55.137 Artefakte und Objekte aus verschiedenen ägyptischen Museen und archäologischen Stätten in die Räumlichkeiten des „GEM“ transportiert.

Ausstellung

Auf 40.000 Quadratmetern reiner Ausstellungsfläche werden siebentausend Jahre ägyptischer Geschichte chronologisch erlebbar und begreifbar gemacht. Eine Zeitreise zwischen winzigen und riesigen Exponaten, durch lichtdurchflutete Räume mit bis zu 17 Meter hohen Decken und annähernd 200 Meter Länge. Atelier Brückner Stuttgart trägt federführend die Verantwortung für das Design und Gestaltung.

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Die Statue Ramses II., 82 Tonnen Stein und 11m hoch ist schon an ihrem endgültigen Ausstellungsplatz ….

Aus kuratorischer Sicht wird das Highlight die „Tutanchamun-Sammlung“ mit der einzigartigen Totenmaske sein. Hierzu wird eine 7500 Quadratmeter große Tut-Galerie erbaut. Dort wird es auch ein begehbares 1:1-Modell der Grabkammer aus dem Tal der Könige geben – mit originalen Exponaten und von einer aufwändigen Medieninstallation begleitet .

18. December 2021

SISI KAPELLE Am Himmel

Sisi Kapelle
Himmelstraße 125, 1190 Wien-Döbling

Errichtet von Baron Johann Carl Freiherr von Sothen (1823-1881), österreichischer Großhändler und Bankier.

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Geschichte:
Anlässlich der Vermählung des Kaiserpaares Elisabeth und Franz Joseph I. am 24. April 1854 wurde bis 1856 dieses erste, neugotische Gebäude Wiens von Baron Johann Carl Freiherr von Sothen nach den Plänen des Architekten Johann A. Garben und durch den Baumeister Josef Kastan errichtet. Sothen, der 1881 eines gewaltsamen Todes stirbt, findet hier auch seine letzte Ruhe, ebenso seine Gemahlin Franziska Freiin von Sothen, die ihm 1903 zur Seite bestattet wird.

Im Jahr 1975 rettet ein Bescheid des Bundesdenkmalamtes den Bau vor dem drohenden Abriss. Vandalismus und Zeit führten zur fast gänzlichen Zerstörung der Kapelle. Eingang und Fenster werden als erste Sicherheitsmaßnahme vermauert. Mehrere Rettungsversuche scheitern am notwendigen Geld.

2004-05 wird die Kapelle von Grund auf saniert und am 8.Juli 2006 in neuer Konzeption mit der Auftragskomposition „Kryptomnesie“ von O.M. Zykan und einer märchenhaften Lichtinszenierung durch Bürgermeister Michael Häupl und Landeshauptmann Erwin Pröll feierlich wiedereröffnet.

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25. November 2021

EXPO 2020 Dubai

Weltausstellung Vereinigte Arabische Emirate 1.Oktober 2021 bis 31.März 2022

Bei der „Expo“ handelt es sich um eine der vom Bureau International des Expositions (BIE) anerkannten großen internationalen Ausstellungen.

mehr zum BIE

Nachdem die erste Stadt beim BIE ein Angebot eingereicht hatte, hatten weitere Städte sechs Monate Zeit, um darauf zu reagieren. Anfang 2011 reichten Izmir (Türkei) und Ayutthaya (Thailand) Angebote an das BIE ein und öffneten das sechsmonatige Zeitfenster für die restlichen qualifizierten Einreichungen. Als die Meldefrist am 2. November 2011 geschlossen wurde, hatten fünf potenzielle Städte ihr Interesse mit Bewerbungen kund getan, wobei Dubai seinen Eintrag erst in letzter Minute vornahm. Das Gebot von Ayutthaya wurde später vom BIE aufgrund der Besorgnis, dass es nicht ausreichend von der thailändischen Regierung unterstützt wurde, disqualifiziert. Man kündigte für den 27. November 2013 die Wahl der Gastgeberstadt an. Folgende vier Städte standen daher noch zur Wahl: Jekaterinburg (Russland), Dubai (Vereinigte Arabische Emirate), Sao Paulo (Brasilien) und Izmir (Türkei).

Sao Paulo wurde nach der ersten Wahlrunde vom Wettbewerb ausgeschlossen. Izmir wurde im zweiten Wahlgang abgelehnt. Jekaterinburg verlor schließlich in der dritten und letzten Wahlrunde gegen Dubai. Die Wahl fand in Paris statt. In Dubai wurde die Wahl mit einem Feuerwerk gefeiert, ein nationaler Feiertag wurde am folgenden Tag für alle Bildungseinrichtungen im Land erklärt. Der Emir von Dubai Muhammad bin Raschid Al Maktum kündigte eine Veranstaltung an, die „die Welt staunen“ lassen werde.

Pavillon Österreich

Die Ausstellung im Österreich-Pavillon nimmt die Besucher auf eine inspirierende Reise durch spektakuläre räumliche Sequenzen mit und bringt sensorische und digitale Erlebnisse in einer harmonischen Struktur zusammen. 38 glänzend weiße Kegel bilden das Ensemble des Pavillons. Das anspruchsvolle architektonische Konzept verwandelt die einfache Form eines Kegels in einen komplexen, zusammenwachsenden Raum. Die verschieden hohen Kegel sind von den Windtürmen der lokalen Bautradition inspiriert und sorgen durch eine ständige Luftbewegung für eine ausgeglichene Raumtemperatur.

Pavillon Österreich Innenansicht

mehr zum Österreich Pavillon

Bei der Expo 2020 handelt es sich um die erste Weltausstellung, die in einem arabischen Land stattfindet.
Das Motto lautet: „Connecting Minds, Creating the Future“ und wird in insgesamt 192 "Country Pavillons" thematisiert. Das EXPO-Gelände erstreckt sich auf über 4km2.

7. November 2021

HAUS DER BAYERISCHEN GESCHICHTE

Bayerische Landesausstellung 2021, Regensburg (D)
"Götterdämmerung II - Die letzten Monarchen"
sowie
Dauerausstellung "von 1800 bis heute"

Die 4 Monarchen

Ein Geschichtstheater mit 30 Bühnen bietet die Dauerausstellung mit Erzählungen zu prägenden Episoden der bayerischen Geschichte.

Die Bayerische Landesausstellung 2021 „Götterdämmerung II – Die letzten Monarchen“ spannt den zeitlichen Bogen vom Tod Ludwigs II. 1886 bis zum Tod Ludwigs III. 1921.
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Die Ausstellung erzählt vom Lebensgefühl und den Schicksalen der letzten Herrschergeneration vor der Revolution 1918. Im Blickpunkt stehen die europäisch weit verzweigten Familien um Kaiserin Elisabeth von Österreich („Sisi“), Prinzregent Luitpold von Bayern sowie Queen Victoria von Großbritannien und Irland, verheiratet mit Prinz Albert von Sachsen-Coburg und Gotha. Das Fin de Siècle ist gekennzeichnet von wirtschaftlichem Aufschwung, technischen Neuerungen und kulturellen Höhenflügen, aber auch von politischen und sozialen Spannungen. Europas gekrönte Häupter verlieren zunehmend an politischer Macht. Einige versuchen dem Bedeutungsverlust entgegenzusteuern, andere flüchten sich ins Private. Attentate und Aufstände bedrohen die bestehende Ordnung. Durch die Revolutionen im Zuge des Ersten Weltkrieges verlieren schließlich die meisten europäischen Monarchen ihre Kronen.

Von der Königskrone die man quasi von Napoleon erhalten hat, vom mysteriösen Tod Ludwigs II., wie Bayern in Chicago traditionell und modern zugleich auftrat, wie Hitler in München aufstieg, Vertriebene in Franken den Sound der Beatles ermöglichten und ein Ballon aus der DDR in Naila landete. Auch die Jeans hat in Bayern ihren Anfang genommen (Levi Strauss) und das der FC Bayern eine Generation Fußballer prägte wird auch in einem Kabinett mit schmunzelnder Ironie präsentiert...

Der technisch-industrielle Fortschritt sowie neue wissenschaftliche Erkenntnisse und Entdeckungen verändern das Leben der Menschen grundlegend. Kunst und Literatur gehen neue Wege. Arbeiterschaft und Bürgertum fordern mehr politische Teilhabe.

6. November 2021

GEDENKSTÄTTE WALHALLA

Historische Gedenkstätte am Donaustauf bei Regensburg (D)

Walhalla Donaustauf, Regensburg (D)

Der Entwurf im Stil des Parthenons geht auf Zeichnungen des Archäologen und Architekten Carl Haller von Hallerstein zurück und wurde durch Leo von Klenze in den Jahren 1831-1842 errichtet.

Hoch über der Donau gelegen präsentiert sich diese Gedenkstätte wie ein griechischer Tempel und ist ein Paradebeispiel für klassizistische Architektur aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Auf Veranlassung des bayerischen Königs Ludwig I. werden in dieser Ruhmeshalle der deutschen Geistesgrößen zur Eröffnung 1842 160 Persönlichkeiten mit 96 Büsten und 64 Gedenktafeln geehrt. Gegenwärtig umfasst die Sammlung 131 Büsten und 65 Gedenktafeln, die an Personen, Taten und Gruppen erinnern. Unter den Geehrten sind 13 Frauen.

Entstehungsgeschichte:
Die Idee zur Errichtung der Walhalla ist vor dem Hintergrund der politischen Situation zu Beginn des 19. Jahrhunderts zu sehen. Nach Niederlagen gegen Napoleon lag das Heilige Römische Reich Deutscher Nation in Trümmern. Die politische Zersplitterung und Schwächung Deutschlands, die französische Besetzung und die Teilnahme vieler Deutscher an Napoleons verheerendem Russlandfeldzug waren einer nationalen Stärkung nicht zuträglich. Eine gemeinsame nationale Identität in der Vergangenheit zu suchen führte die "Historiker" bis in die Germanenzeit zurück. Es entstanden nationale Denkmäler im klassizistischen Stil, jedoch thematisch von germanischen Themen getragen und dies ließ eine faszinierende Synthese von Architektur und Historie entstehen.
https://www.schloesser.bayern.de/deutsch/schloss/objekte/walhalla.htm

Die Grundsteinlegung für den „Ruhmestempel“ erfolgte am 18. Oktober 1830, dem 17. Jahrestag der Völkerschlacht von Leipzig. Die Walhalla war mit Baukosten von vier Millionen Gulden Ludwigs teuerstes Projekt (nach heutiger Währung in etwa 82 Mio.€)

Am 18. Oktober 1842, dem 29. Jahrestag der Völkerschlacht, eröffnete Ludwig I. die Ruhmeshalle mit den Worten:

„Möchte Walhalla förderlich sein der Erstarkung und der Vermehrung deutschen Sinnes! Möchten alle Deutschen, welchen Stammes sie auch seien, immer fühlen, dass sie ein gemeinsames Vaterland haben, ein Vaterland auf das sie stolz sein können, und jeder trage bei, soviel er vermag, zu dessen Verherrlichung.“
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21. October 2021

WORLD OF WINDHAGER

In der World of Windhager erwartet Sie die faszinierende Welt der Energie von morgen.
5201 Seekirchen

Foyer, Begegnungszone

In einer Erlebnisausstellung erfahren Sie alles rund um die beeindruckende Kraft des Feuers und entdecken unseren grünen Planeten Erde als Schlüssel für nachhaltige Heiztechnologien.

Der Salzburger Heizungsspezialist Windhager mit Sitz in Seekirchen zählt zu Österreichs traditionsreichsten Unternehmen. 2021 begeht Windhager sein 100-jähriges Jubiläum und kann dabei auf eine von Fortschritt und Innovation geprägte Firmengeschichte zurückblicken. Diese hat rückblickend klein und sehr bescheiden angefangen.

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Geschichte:
Mit nur einem Lehrling an der Seite macht sich der gelernte Schmied und Schlosser Anton Windhager im Juli 1921 unter den widrigen Umständen der Nachkriegszeit selbständig.

1939 beschäftigt Anton Windhager bereits 21 Mitarbeiter, mit denen er 1.406 Geräte produziert. Von da an geht es rasant bergauf. 1949 wird die Anton Windhager OHG für die „fabriksmäßige Fertigung von Sparherden“ gegründet. 1955 hat das Unternehmen bereits 77 Mitarbeiter.

Mitte der 80-er Jahre überschreitet das Unternehmen die Grenzen und gründet seine ersten Niederlassungen in der Schweiz. Kurz darauf folgt die Gründung einer deutschen Vertriebsniederlassung in Meitingen bei Augsburg, der im Jahr 1991 eine weitere in Delitzsch bei Leipzig folgte.
2013 übernimmt Gründerenkel Gernot Windhager die Firmenleitung. Unter seiner Führung gelingt es Windhager, sich als internationaler Pellets-Heizungsspezialist zu profilieren.
Weitere Meilensteine folgen 2014 mit der Eröffnung der Heiz-Erlebniswelt.
2021 wir die World of Windhager errichtet, eine moderne Präsentations- und Begegnungszone. Die gesamte Ausstellung ist barrierefrei zugänglich.

Das Herzstück der WOW 2021 ist die neue Heizwelt, wo der Besucher auf eine nachhaltige Wissensreise mitgenommen wird. Die Faszination Feuer-Wasser-Erde-Luft und innovative Heiztechnologien können hautnah erlebt werden! Auf gesamt 3.000m2 spannende und lehrreiche Erlebnisse.

11. September 2021

FELBERTURM MUSEUM MITTERSILL

Der Felberturm, der in der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts errichtet wurde, diente den edelfreien Herren von Velben als Wohn- und Wehrturm. 1415 fiel der Turm an die Salzburger Erzbischöfe und wurde 1470 in einen „Diensttroadkasten“ umgewidmet.

1812 wurde das Gebäude, das sich durch sein Fischgrätenmauerwerk auszeichnet, durch die bayrische Regierung versteigert, kam in Privatbesitz und ging schließlich 1936 in Gemeindebesitz über. 1963 wurde der Felberturm wieder in Stand gesetzt, um darin ein Heimatmuseum zu errichten. In den Jahren 2019-2021 wurde das Felberturm Museum neu konzipiert und generalsaniert. Seit 7. Juli 2021 hat das neu gestaltete Museum wieder seine Pforten für Besucherinnen und Besucher geöffnet.

Im Erdgeschoß des Felberturms befindet sich die Ausstellung zum Thema „Saumhandel“. Hier werden die verschiedenen Saumwege über die Tauern und die schicksalhaften Geschichten der Säumer lebendig und nach modernsten museumpädagogischen Gesichtspunkten dargestellt. Gezeigt wird neben der Basisausrüstung der Säumer auch eine besondere Wetterstation, die Überraschungen für die Besucher bereithält.

Im ersten Obergeschoß wird die Geschichte und Entwicklung Mittersills vom Bannmarkt bis zur Stadterhebung erklärt. Besonderer Bedeutung kommt dabei auch der Gerichtsbarkeit und dem Verhältnis der Menschen zu den Obrigkeiten zu. Historisch aufgearbeitet und filmisch dargestellt wird der einmalige Hexenprozess von Mittersill. Eingegangen wird aber auch auf die Besonderheiten des Marktes Mittersill als frühen Zentrums des Eisen- und Lederhandwerks. Bekannt ist Mittersill bis heute auch für die Lebzelterei und seine hohe Dichte an gastlichen Wirtshäusern und Herbergen.

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Entstehungsgeschichte:
Der quadratische Turm mit einem Grundriss von 16 mal 16 Metern besitzt ein Fischgrätenmauerwerk, das aus Bachsteinen, Schiefer- und Gneisbrocken ausgeführt und mit einer Art Zement verbunden ist. Die Ecken sind aus gut behauenen Ortsteinen gefertigt. An der Nordseite ist noch der ehemalige Aufgang erkennbar. Von etwa 1850 an bis 1964 war der Felberturm eine dachlose Ruine. Der alte Eingang in den Turm war nicht zu ebener Erde, sondern nur über eine einziehbare Leiter zu erreichen. Früher konnte man aufgrund der Tramstümpfe drei Stockwerke, je vier Meter hoch, unterscheiden. Die Geschoße wurden durch Balkendecken getrennt. Der Putz zeigt eine andere Geschoßeinteilung, die vermutlich beim Umbau in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts verändert wurde.

Baugeschichte: Die Fenster im Erdgeschoß und im ersten Obergeschoß sind als Schießscharten ausgebildet. In der nordöstlichen Ecke des Erdgeschoßes befindet sich ein gotischer Spitzbogen. Im ersten und zweiten Stock der östlichen Mauer waren in der Mitte zwei Türöffnungen. Gegen Norden sind Fensternischen mit Doppelbänken, die einen Ausblick auf die Kirche von Mittersill erlauben. Die Wohnräume, die an dem größeren Fensterformat erkennbar sind, lagen im dritten und vierten Geschoß. Es fanden sich keine gemauerten Kamine, eventuell waren die damals verwendeten Kamine wie in alten Rauchhäusern aus Holz. 1606 war der Turm von einer Ringmauer umfangen.

6. August 2021

PANEUM – Wunderkammer des Brotes

Im PANEUM trifft wegweisende Baukunst auf Jahrtausende alte Geschichten rund ums Brot, erzählt von den eindrucksvollen Stücken der Sammlung backaldrin.
4481 Asten (OÖ)

Die Spirale

Die Ausstellung nimmt Sie zum einen mit auf eine Reise durch Zeit und Raum, von der „Erfindung“ des Brotes in der Jungsteinzeit über ägyptische Raffinesse und römische Effizienz, mittelalterlichen Bäckerstolz und neuzeitliche Industrialisierung bis hin zur heute fast unermesslichen Brotvielfalt.

Zum anderen zeigt die Sammlung, wie der Weg des Brotes auf dem Getreideacker beginnt und sich über Mühle und Bäckerei fortsetzt bis zu uns nach Hause. Die Stationen an diesem Weg haben sich über die Jahrtausende nicht geändert und doch ist nichts gleichgeblieben.
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Architektur:
Das PANEUM, eine amorphe Skulptur mit zentraler, vertikaler, spiralförmiger Erschließung trägt die Handschrift von Wolf D. Prix, CEO von COOP HIMMELB(L)AU, Wien.
Kanten und fließende Linien, Holz und Edelstahl, Tradition und Innovation, hell und dunkel: Die Architektur des PANEUM lebt von der Kombination von Gegensätzen, zieht aus Kontrasten ihre Dynamik und Faszination.

Die Spirale schafft ein Treppenauge, das vertikal bespielt werden kann: einem Luster oder einem gigantischen Windspiel nicht unähnlich. Damit zitiert Prix den Mailänder Künstler Maurizio Cattelan, der dasselbe im Guggenheim-Museum in New York gemacht hat. Die Treppe führt hinauf in den Freiform-Gebäudeteil, der selbst wieder eine Kombination von Gegensätzen ist. So kontrastiert er nicht nur mit der rechteckigen Box aus Beton, sondern schafft auch einen faszinierenden Kontrast zwischen innen und außen. Während außen über 3000 Edelstahlschindeln silbern in der Sonne glänzen, wird innen die Holzstruktur des Gebäudes sichtbar. Zugleich wirft der Freiform-Teil die Frage auf: Was ist das eigentlich? Was stellt es dar? Die Antwort gibt der Schöpfer selbst: „Es ist keine Wolke, es ist vielmehr ein Wolkenschiff“, sagt Prix.
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Ausstellung:
Das „Schönste vom Feinsten“ wird im Treppenauge kunstvoll inszeniert. Wenn der Blick nach oben schweift, fangen ihn die schönsten Exponate ein, die im Raum schweben. Die Reise beginnt ebenerdig und zieht sich vom ebenerdigen Betonsockel über die eindrucksvolle freitragende Treppe hinauf ins Wolkenschiff, das im Inneren ganz aus Holz besteht. Auf diesem Weg entdecken Sie die Geschichte und Geschichten rund um Brot, die von den einzelnen Exponaten zum Leben erweckt wird.
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